Samstag, 9. April 2022

Geschichte ...

 Geschichte erleben

… war das Motto unserer Exkursion. Am 16.3.2022 fuhren die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen, begleitet von ihren Fachlehrern für Geschichte, nach Magdeburg. In der Gedenkstätte Moritzplatz, einer ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Staats-sicherheit, bekamen sie einen Einblick in deren Wirken und Arbeitsmethoden.

Darüber informieren auch die angefertigten Schaubilder der Klasse 10d, die im Raum 113 zu sehen sind.

U. Bochert






Rezitatoren ...

Rezitatorenwettstreit am Ludwigsgymnasium Köthen 2022

Nach 2-jähriger coronabedingter Pause fand in diesem Schuljahr wieder der Rezitatorenwettstreit am Ludwigsgymnasium statt. Am 4.4.2021 stellten sich die besten Rezitatoren der Klassenstufen 5 und 7 in der Aula des Gymnasiums dem Urteil einer Jury. Diese bestand aus den drei Fachlehrerinnen Frau Bochert, Frau Schröder und Frau Wittig.

So unterschiedlich die Auswahl der Gedichte und Balladen auch war, die motivierten Rezitatoren überzeugten das Publikum und die Jury mit sicherer Textkenntnis und gelungener Vortragsweise.

Besonders beeindruckte der erst 10-jährige Malik E. mit seiner Rezitation der schlesischen Weber von Heinrich Heine.

In der Auswertung begründete das Jurymitglied, Frau Bochert, das Urteil, lobte das Engagement aller Mitwirkenden und gab Hinweise, was die Jungen und Mädchen beim nächsten Mal noch verbessern könnten. Mit Gutscheinen und Urkunden konnten am Ende alle Teilnehmer des Wettbewerbes geehrt werden.


Herzlichen Glückwunsch den Siegern!

Klassenstufe 5 

Malik E., 5b, „Die schlesischen Weber“ von Heinrich Heine

Klassenstufe 7

Frederik Werner L., 7c, „Das Hilfsbuch“ von Eugen Roth

                                                                                                                        U.Schröder

Montag, 4. April 2022

Fördermittel ...

 ... für das Fach Sport

Zur Behebung coronabedingter Lernrückstände konnte jede Fachschaft der Schule einen Fördermittelantrag  an die Landesregierung stellen. Mein erster Antrag wurde recht schnell bewilligt und ein Großteil der Sportgeräte ist bereits geliefert worden. Auch erste Sportstunden mit neuen Geräten sind zur Freude der Schüler bereits ausprobiert worden.

Weitere Fördermittelanträge sind gestellt worden.

G.Stoichev







Freitag, 1. April 2022

Spielenachmittag ...

 ... der Klasse 6D

Nach langer Zeit der Abstinenz, in Bezug auf gemeinsame Aktivitäten, trafen wir uns am 16.3. zu einem gemeinsamen Spielenachmittag im Ludwigsgymnasium. Um 14.00 Uhr wurde der Nachmittag mit Sport, Spiel und Spaß eröffnet. In der Turnhalle konnten und wollten sich alle SuS austoben und miteinander spielen. Zur Stärkung gab es selbstgebackene Waffeln und kleine Snacks. In Spielpausen unterhielt man sich angeregt, es hat allen großen Spaß gemacht.

An dieser Stelle einen Dank für die Unterstützung durch Frau Stammwitz und die fleißigen Waffelbäckerinnen Frau Mehl und Paula Kummer.

K.Kummer

(Klassenlehrerin)

Dienstag, 29. März 2022

Faust to go ...

 Faust auf der Durchreise – Ein Versuch, das große Werk verständlich zu machen

 Wir alle müssen uns früher oder später durch Goethes „Faust“ quälen. Es ist oft schwierig, den Inhalt richtig zu erfassen und zu verstehen. Um dies einfacher zu machen, wagte sich Theaterlandschafft e.V. aus Thale/Friedrichsbrunn an eine Theaterversion mit dem Titel „Faust to go“. Diese wurde nach 2 Jahren Pause am 7. März 2022 in der Aula unserer Schule vor den Schülern der 12. Klassen aufgeführt. Darsteller waren Kerstin Dathe und Karl Karliczek, der auch Regie führte.  (L.M.K.)

 Und so sahen die Zuschauer die Aufführung:

„Goethes Meisterwerk in einer ganz besonderen Atmosphäre“ (M.K.)

„Der Besuch von ´Faust to go` ist ein Muss für Gymnasialschüler. Die einzigartige Vorstellung des verknappten `Faust` weckt neue Eindrücke und hilft auch beim wesentlichen Verständnis.“ (F.R.)

„Das Einbringen von einigen Witzen war sehr lustig und lockerte die Stimmung im Zuschauerraum auf.“ (I.D.)

„Für mich passten die künstliche Intelligenz und das Darknet nicht zum Stil des Stückes, auch wenn sie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Informationsbeschaffung darstellen. […] Das Resultat daraus waren [zusammen mit anderen angesprochenen Mankos] 30 Minuten Fremdscham meinerseits.“ (L.S.)

„Ob der bekannte Dichter [Goethe] damals bereits seinen Text mit Gedanken an einen Rap schrieb, liegt im Auge des Betrachters.“ (A.P.)

„Für eine Empfehlung reicht das leider nicht, wobei ein jeder Schüler, der diese Aufführung auf sich zukommen sieht, beruhigt sein kann: Es war `schwer in Ordnung` und in Anbetracht des allgemeinen Rufs des `Faust` unter angehenden Abiturienten ist das schon einiges wert.“ (M.A.)

„Der Einsatz von Puppen war raffiniert, aber auch verwirrend. Warum trägt Gretchen eine Puppe, die ihr gleicht? Soll dies Gretchens Gedanken verkörpern?“ (I.D.)

Alles in allem bietet diese Aufführung eine bildhafte und verständliche Variante des ´Faust´ und ist somit für alle Schüler und Schülerinnen empfehlenswert. Auch für alle Interessierten, die eine andere und modernere Fassung sehen möchten, stellt die Aufführung von Theaterlandschafft e.V. eine hervorragende Möglichkeit dar.“ (J.I.)

„Das Stück ist eine gute, neuartige Variante, auch ältere Tragödien, welche manchmal nicht leicht zu verstehen sind, dem Zuschauer zu überliefern.“ (J.R.)

„Wer sich also für den ´Faust´ interessiert oder einfach ein Theaterfan ist, der sollte sich nicht scheuen, diese Darbietung von Frau Dathe und Herrn Karliczek zu sehen, denn diese ist einen Besuch wert.“ (L.G.)

„Insgesamt hat Karliczek die Aufführung für mich persönlich vor einem Desaster bewahrt und die 1,5 Stunden erträglicher – als ursprünglich gedacht – gemacht.“ (M.A.)

Montag, 28. März 2022

Faust - Wie war das gleich?

 Johann Wolfgang Goethe: „Faust. Der Tragödie erster Teil“

 Wie war das gleich?  Noch nie gehört?

 Dazu gern einige Zeilen:

 „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche ...“ - diese Zeilen kennt wohl jeder, gelten sie doch als eines der schönsten Frühlingsgedichte der Deutschen. Aber das ist falsch. Der Text gehört zu einem Monolog aus „Faust. Der Tragödie erster Teil“. Goethe arbeitete 60 Jahre lang, also fast sein ganzes Leben, an diesem Drama. Er verwarf, änderte, ergänzte immer wieder die Geschichte um seine Hauptfigur.

Heinrich Faust, ein mittelalterlicher Gelehrter von etwa 60 Jahren, war unzufrieden und das trotz Doktortitel. Schmerzlich wurde ihm bewusst, dass er nicht erkennen könne, was die Welt im Innersten zusammenhalte (vgl. „Nacht“). Aus diesem Grund war er bereit, alles zu versuchen, auch die verbotene Hinwendung zur Magie. Sein Gegenspieler Mephistopheles hatte bereits eine Wette mit dem Herrn abgeschlossen, um Faust, den Vertreter der Menschheit, vom „rechten Wege“ abzubringen. So kommt es zu ihrem folgenschweren Zusammentreffen. Durch Begegnungen mit „der großen und der kleinen Welt“, mit Wein und Weib will Mephisto Faust beeindrucken.

Am Ende liest sich das Drama wie ein Krimi: Gretchens Mutter vergiftet, Gretchens Bruder im Handgemenge erstochen, Gretchen geschwängert und zurückgelassen, die dann ihr Kind tötet, langsam dem Wahnsinn verfällt und auf ihren Henker wartet.

An all dem ist Faust – natürlich von Mephisto geführt – beteiligt. Unheilvoll wirkt sich ihr Pakt auf die Menschen ihres Umfeldes aus. Am Ende wird Gretchen, später auch Faust „gerettet“. Schon im „Prolog im Himmel“ hatte der Herr seine Überzeugung geäußert: „Es irrt der Mensch, so lang er strebt“.

Faust muss seine Irrtümer teuer bezahlen. Für uns bleibt ein Drama, das den suchenden und strebenden Menschen zeigt, und das ist es doch, was uns Menschen ausmacht.

Für mich ist der „Faust“ immer noch eines der Theaterstücke mit Tiefgang und Aussage, das jeder kennen sollte.

U. Bochert

 

 

Stolpersteine in Köthen...