...von jedem Beschuldigten ein Geständnis
erlangt werden“ – Exkursion in die Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg
Am 23. Oktober 2019 besuchten die 10. Klassen statt der
Schule die Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg. Dort fand im Rahmen des
Geschichtsunterrichts der Projekttag „Republikflucht und Ausreise aus der DDR“
statt. Dabei stand für die Schüler eine Führung durch die Gedenkstätte und ein
Zeitzeugengespräch auf dem Plan. Dafür teilte man die Klassenstufe in zwei
Hälften, welche dann immer die entgegengesetzten Programmpunkte wahrnahmen.
1876 wurde an diesem Ort ein Gefängnis errichtet und dieses diente
zu DDR-Zeiten als Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für
Staatssicherheit. Nach der Friedlichen Revolution im Jahre 1989 gründete sich 1990
die Gedenkstätte zur Erinnerung an die Inhaftierten und seitdem können die,
unter anderem im Original belassenen, Gebäude besichtigt werden.
Während einer Führung in kleinen Gruppen wurden die
Fahrzeugschleuse und die Aufnahmebaracke, der Zellentrakt und die
Freigangzellen sowie ein Vernehmerzimmer und der Besucherkeller angesteuert und
interessante Einblicke in das Leben der Gefangenen ermöglicht. Außerdem
recherchierten die Schüler in der Dauerausstellung oder Justizausstellung,
warum DDR-Bürger flüchten wollten, wie die Schwerpunkte der politisch
motivierten Strafverfolgung aussahen und welche Rolle die Gerichte und
Rechtsanwälte in der DDR einnahmen.
Bei einem Zeitzeugengespräch erzählte ein ehemaliger
Inhaftierter seine Geschichte und alle hatten die Möglichkeit mit ihm ins
Gespräch zu kommen. Diese Gespräche sahen unterschiedlich aus, weil jede Hälfte
der Klassenstufe einen anderen Zeitzeugen vor sich sitzen hatte.
Alles in allem war der Tag sehr informativ und
wahrscheinlich für viele Zehntklässler ein gelungener Einstieg in die Thematik
„Deutsche Demokratische Republik“.
Hanna C., Klasse 10b, Schülerzeitung